Die Idee hat natürlich sofort alle begeistert. Aber was genau stellen die Kinder sich vor?
Die Kinder brauchten nicht lang, um ihren Vorstellungen eine klare Form zu geben: Sie wünschen sich einen richtigen Garten im KiTa-Garten, in dem Gemüse wächst, das dann gemeinsam zubereitet und gegessen werden kann.
Um herauszufinden, was die Kinder sich in ihrem Gemüse-KiTa-Garten vorstellen, haben wir einen Ausflug in den Lebensmittelmarkt unternommen. Wir haben uns zeigen lassen, was die Kinder anpflanzen möchten und Fotos gemacht. Zurück in der KiTa haben wir dann überlegt, welche Pflanzen bei uns überhaupt wachsen können und für welche Pflanzen es bei uns selbst im Sommer zu kalt ist. Übrig blieb ein großes Vorhaben: Kartoffeln, Paprika, Karotten, Gurken, Salat, Zucchini, Sellerie, Lauch, Süßkartoffeln, Zwiebeln, Radieschen und Kräuter sollen aus Sicht der Kinder zukünftig bei uns wachsen. Aus den Fotos haben wir nun zumindest schon mal einen Papiergarten angelegt. Eine Sonne sowie eine Regenwolke wurden dazugeklebt, ein paar Gartengeräte ausgeschnitten und die Foto-Pflanzen auf verschiedene Beete verteilt.
Kinder haben ein Recht auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und sie fordern uns nun aktiv auf, mit ihnen gemeinsam gesunde Lebensmittel selbst anzubauen. Besser geht es nicht, oder?
Aber so ein Gemüsegarten benötigt Platz.
„Wir können doch vieles auf dem Balkon anpflanzen und dort hinten könnte ein Beet sein. Wir haben doch dann immer noch genug Platz zum Spielen.“
Und wir müssten uns viel um die Pflanzen kümmern, sie gießen, Unkraut zupfen, die Beete pflegen.
„Das machen wir gerne und wir sind doch jetzt eh wieder viel draußen! Außerdem sind wir ja viele. Wenn jeder mal hilft, dann sind wir doch schnell fertig.“
Wir müssten auch viele Dinge anschaffen, die wir bisher nicht haben. Wir bräuchten Beete und Hochbeete, Erde, Pflanzen, Samen, Gartengeräte. Das ist alles sehr teuer.
„Wir könnten Romy fragen, ob wir Geld dafür bekommen.“
„Ja und unsere Eltern.“
„Und wir könnten noch einen Flohmarkt machen und das Geld dann für die Gartensachen nehmen!“
Uns Erwachsene haben die Kinder nun von ihrem Vorhaben überzeugt! Zu gern würden wir den Wunsch unserer Kinder Realität werden lassen. Die Finanzierung steht allerdings tatsächlich noch aus. Wir versuchen derzeit an verschiedenen Stellen, Fördergelder für unser Vorhaben zu bekommen.
Wer weiß, vielleicht werden unsere Kindergartenkinder ja bald zu GARTENKINDERN und unsere Krippenkinder zu GARTENZWERGEN.
Drückt uns die Daumen!