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Vorschulprojekt: Wilde Tiere – kleine Forscher auf großer Entdeckungsreise

Unsere Vorschulkinder sind auf Entdeckungsreise gegangen – und zwar in die faszinierende Welt der wilden Tiere. Neugierig recherchierten sie, stellten Informationen zusammen und präsentierten stolz ihr Expertenwissen. Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausflug in den Tierpark. Ein Projekt, das viel Spaß gemacht und zugleich zahlreiche wichtige Fähigkeiten für den Schulstart gestärkt hat.

Im Rahmen unserer Vorschularbeit bereiten wir die Kinder ganzheitlich auf den Übergang in die Grundschule vor. Dabei stehen die Förderung von Selbstständigkeit, Konzentration, Ausdauer und sozialer Kompetenz im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist es uns, die natürliche Neugier der Kinder zu bewahren und ihre Freude am Lernen spielerisch zu wecken. 

Unsere Erfahrung zeigt: Kinder sind besonders motiviert und ausdauernd, wenn sie sich mit Themen beschäftigen dürfen, die ihren eigenen Interessen entsprechen. Ein großer Vorteil der Vorschularbeit in der Kindertagesstätte ist dabei die Unabhängigkeit von festen Lehrplänen. So können wir Themen aufgreifen, die die Kinder aktuell bewegen, und darauf aufbauend ihre schulischen Vorläuferfähigkeiten behutsam und kontinuierlich weiterentwickeln. 

In diesem Jahr verband unsere Vorschulkinder ein großes Interesse an wilden Tieren. Schnell war klar: Daraus entsteht ein gemeinsames Projekt. Jedes Kind suchte sich zunächst ein Tier aus, zu dem es mehr erfahren wollte. Anschließend machten sich die Kinder auf die Suche nach Informationen. Sie stöberten in Büchern aus unserer Einrichtung, recherchierten in der Münchener Stadtbibliothek und einige ergänzten ihre Recherche sogar zu Hause mit digitalen Quellen. Ein Kinderatlas und ein Globus halfen uns dabei, die Lebensräume der Tiere besser zu verstehen und geografisch einzuordnen. 

Nachdem viele spannende Informationen zusammengetragen worden waren, gestalteten die Kinder eigene Plakate zu ihren Tieren. Bilder aus dem Metacom-System halfen dabei, die Inhalte übersichtlich zu strukturieren. Auf den Plakaten hielten die Kinder fest, wo ihr Tier lebt, was es frisst, ob es groß oder klein, gefährlich oder ungefährlich sowie schnell oder langsam ist. Besonders spannend waren natürlich auch die außergewöhnlichen Fakten, die die Kinder entdeckt hatten: Zum Beispiel, dass es Pinguin-Kindergärten gibt, Pandabären einen sechsten Finger besitzen, Eisbären schwarze Haut unter ihrem weißen Fell haben oder Löwen echte "Faulpelze" sind, die bis zu 20 Stunden am Tag schlafen können. 

Mit großem Stolz präsentierten die Kinder anschließend ihr Expertenwissen den anderen Vorschulkindern. Dabei übten sie, ihre Ergebnisse vor einer kleinen Gruppe vorzustellen und Fragen zu beantworten – eine wichtige Erfahrung für den späteren Schulalltag. Die fertigen Plakate wurden anschließend im Kindergarten ausgestellt, sodass auch andere Kinder und Eltern die Ergebnisse bestaunen und die Vorschulkinder ihr Wissen erneut weitergeben konnten. 

Den krönenden Abschluss dieser intensiven Vorschuleinheit bildete ein gemeinsamer Ausflug in den Tierpark Hellabrunn. Bei traumhaftem Frühlingswetter nahmen wir uns viel Zeit, die Tiere zu beobachten und unser zuvor erarbeitetes Wissen mit echten Eindrücken zu verbinden. 

So ging ein spannendes Projekt zu Ende, das unsere Vorschulkinder nicht nur fachlich bereichert, sondern sie auch in ihrer Selbstständigkeit, ihrem Selbstvertrauen und ihren sozialen Kompetenzen gestärkt hat. Es hat einmal mehr gezeigt, dass wir bei Fröbel mehr als „nur“ Vorschule machen: Wir begegnen den Kindern auf Augenhöhe, trauen ihnen etwas zu und schaffen Lernräume, in denen nachhaltiges Wissen durch eigene Erfahrungen, Entdeckungen und Begeisterung entstehen kann.