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Teilen wie Sankt Martin

Mit vielen selbstgebastelten, leuchtenden Laternen zogen die Kinder beim diesjährigen Martinsfest durch den Hirschgarten. Anschließend trafen wir uns im Garten der Einrichtung um gemeinsam zu feiern und uns bewusst zu machen, dass jeder von uns einen Unterschied machen kann.

Fast jeder kennt die Geschichte von Sankt Martin: In einer eisigen Winternacht bittet ein armer, vor Kälte zitternder Mann, der lediglich ein altes, löchriges Hemd besitzt, die vorbeikommenden Menschen am Stadttor um Hilfe. Sie alle gehen jedoch achtlos an ihm vorbei und niemand bietet Hilfe an. Doch dann kommt Martin. Er sieht den Mann und dessen Not, zögert nicht, sondern teilt seinen Mantel und gibt die eine wärmende Hälfte dem Bettler, ohne dafür Dank zu erwarten.

Jedes Jahr feiern wir im Eisnergutbogen dieses Fest und doch gerät manchmal der Grund für das Zusammenkommen in den Hintergrund. Dabei ist dieser für unser tägliches Miteinander so wichtig und vollkommen unabhängig von unserer religiösen Überzeugung oder Zugehörigkeit.

Sind nicht auch wir manchmal zu sehr mit uns selbst beschäftigt, um die Not bzw. die Bedürfnisse unserer Mitmenschen zu erkennen? Aus diesem Grund haben wir die Martinsgeschichte in diesem Jahr zum Anlass genommen, um mit unseren Kindergartenkindern darüber zu sprechen, wie sie die Welt ein bisschen wärmer und lebenswerter machen können. Viele Ideen wurden gesammelt und uns wurde bewusst, dass oft schon klitzekleine Gesten einen großen Unterschied machen. Jeder von uns kann ein Lächeln schenken, eine helfende Hand ausstrecken, andere mitspielen lassen, Hilfe und Unterstützung anbieten, trösten, zuhören, Verständnis zeigen und darauf achten, wie es den Menschen um uns herum geht.

Wie gut, dass das Martinsfest uns auch in diesem Jahr inmitten von Lichtern, Punsch und fröhlich miteinander geteilten Martinsgänsen daran erinnert hat!